Gewässerkunde - Amphibien


Was macht die Kröte zu einem erfolgreichen "Global Player"? E-Mail
Gewässerkunde - Amphibien
Geschrieben von: Universität Basel / Aqua-Globe Magazine   
Dienstag, den 09. Februar 2010 um 08:42 Uhr

Kröte in einem Rinnsal (Grafik: © 2010 Manfred Siedler - Aqua-Globe Magazine)Warum sind manche Tiergruppen weltweit verbreitet, während andere nur räumlich begrenzt vorkommen? Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Basel zeigt auf, dass bei den weltweit verbreiteten Kröten sieben Merkmale wesentlich für diesen Erfolg verantwortlich sind. Ihre im Wissenschaftsmagazin "Science" veröffentlichten Erkenntnisse tragen dazu bei, etwa das Problem der invasiven Arten besser zu verstehen.

Während die meisten Amphibiengruppen auf einzelne Landmassen wie Afrika oder Südamerika beschränkt sind, kommt eine davon, jene der Kröten (Bufonidae), weltweit auf nahezu allen Kontinenten vor. Die Kröten sind darüber hinaus eine faszinierende Gruppe der Lurche, weil sie über ein breites Spektrum von Fortpflanzungsstrategien verfügen und zahlreiche Lebensräume mit unterschiedlichen ökologischen Nischen besetzen.....

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Katapult im Bein - Weshalb Frösche so weit springen können E-Mail
Gewässerkunde - Amphibien
Geschrieben von: Emanuel Azizi (Brown University, Providence) et al.: Proceedings of the Royal Society B / wissenschaft.de   
Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 07:57 Uhr

Dank spezieller Muskeleigenschaften können Frösche so extrem weit und hoch springen (Grafik: © 2010 Manfred Siedler – Aqua-Globe Magazine)Dank spezieller Muskeleigenschaften können Frösche so extrem weit springen: Ihre Muskulatur ist viel dehnbarer als die von Säugetieren, hat ein US-Forscherteam entdeckt, als es den Sprungmechanismus von Nordamerikanischen Ochsenfröschen untersuchte. Im Ruhezustand sind die Beinmuskeln der Frösche extrem in die Länge gezogen. Wenn die Tiere jedoch losspringen, ziehen sich ihre Muskeln plötzlich stark zusammen. Auf diese Weise stellt die Muskulatur die nötige mechanische Kraft her, um den Körper nach vorne zu katapultieren. Das Kraftmaximum im Muskel wird dabei erst während der Bewegung aufgebaut, berichten die Forscher um Emanuel Azizi und Thomas Roberts von der Brown University in Providence.

Eine grundlegende Eigenschaft von Wirbeltiermuskeln ist, dass sie nur im Bereich einer bestimmten Länge maximale Kraft erzeugen können: Vor mehr als 40 Jahren hatten Wissenschaftler gezeigt, wie sich die Kraftproduktion eines sich zusammenziehenden Muskels mit seiner Länge verändert. Gemäß diesem Kraft-Längen-Verhältnis verfügt der Muskel über die größte Kraft, wenn er etwa die Hälfte seiner eigentlichen Länge erreicht. Streckt er sich noch mehr, oder.......

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Weltweites Amphibiensterben durch den Chytridpilz E-Mail
Gewässerkunde - Amphibien
Geschrieben von: Universität Trier / Aqua-Globe Magazine   
Mittwoch, den 23. September 2009 um 08:46 Uhr

Amphibien zählen zu den am stärksten bedrohten Tieren der Erde. Nach der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten der Weltnaturschutzorganisation IUCN sind zwei Drittel der rund 6500 bekannten Arten vom Aussterben bedroht. Vor allem Froschlurche, die den Großteil der Amphibien ausmachen, sind betroffen (Grafik: © 2009 Manfred Siedler – Aqua-Globe-Project)Amphibien zählen zu den am stärksten bedrohten Tieren der Erde. Nach der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten der Weltnaturschutzorganisation IUCN sind zwei Drittel der rund 6500 bekannten Arten vom Aussterben bedroht. Vor allem Froschlurche, die den Großteil der Amphibien ausmachen, sind betroffen. Nebst den "klassischen" Ursachen wie Habitatverlust und Umweltverschmutzung werden im IUCN Amphibian Conservation Action Plan auch so genannte "neue" Ursachen für den dramatischen Artenrückgang verantwortlich gemacht.

Eine besondere Rolle spielen sich ausbreitende Krankheiten, wie die Chytridiomykose. Sie wird durch Batrachochytrium dendrobatidis, den Amphibien-Chytridpilz, ausgelöst. Der Ursprung dieses Erregers ist unbekannt; älteste Vorkommen sind in konservierten Krallenfröschen aus Afrika nachgewiesen worden. Ob der Pilz tatsächlich hierher kommt, ist ungewiss. Als sicher gilt jedoch......

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130 neue Froscharten auf Madagaskar entdeckt E-Mail
Gewässerkunde - Amphibien
Geschrieben von: Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig   
Dienstag, den 05. Mai 2009 um 09:03 Uhr

Frosch der Gattung Boophis (Foto: Prof. Vences/TU Braunschweig)Madagaskar steht zurzeit hauptsächlich aufgrund innenpolitischer Unruhen in den Schlagzeilen. Die ostafrikanische Insel ist vor allem aber für die Einzigartigkeit ihrer Tier- und Pflanzenwelt bekannt. Ein Team von Zoologen unter Federführung der Technischen Universität Braunschweig hat nun umfassende Ergebnisse zur Artenvielfalt der madagassischen Amphibien vorgestellt. Das spektakuläre Ergebnis: Die Entdeckung von mindestens 130, vielleicht sogar mehr als 200 vollkommen neuen Froscharten (PNAS 4.5.09*). Die Erkenntnisse sind für den Natur- und Artenschutz von Bedeutung.


Die Amphibienfauna von Madagaskar, mit heute etwa 250 bekannten und beschriebenen Arten, steht bereits seit 1992 im Mittelpunkt des Interesses deutscher Forscher. "In den letzten 15 Jahren haben wir über 100 neue Froscharten aus Madagaskar entdeckt und wissenschaftlich beschrieben", erläutert Dr. Frank Glaw, Amphibienspezialist an der Zoologischen Staatssammlung München. "Wir dachten, dass wir damit die meisten Arten kennen. Doch die neue Inventur zeigt, dass dort noch viel mehr Arten leben, als wir bisher vermutet hatten." Zum Vergleich: In Deutschland leben gerade einmal 20 bis 22 Arten von Fröschen und Schwanzlurchen.

In einem bislang beispiellos vollständigen Inventarisierungsprojekt sammelten die Forscher in verschiedensten Regionen.....

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Befreiungsschlag - Australier töten Tausende Aga-Kröten E-Mail
Gewässerkunde - Amphibien
Geschrieben von: Spiegel online   
Dienstag, den 31. März 2009 um 08:33 Uhr

Mäusejagd: Eine Aga-Kröte schnappt nach einem Nager Der Sonntag war ein schlechter Tag für die giftigen Aga-Kröten. In fünf australischen Gemeinden hatten Freiwillige Tausende der Tiere gefangen - um sie dann mit CO2 umzubringen. Tierschützer hatten nichts dagegen.

Die Aga-Kröten sind in Teilen Australiens eine regelrechte Landplage. Sie werden bis zu 20 Zentimeter groß, treten in Massen auf und fressen so ziemlich alles weg, was ihnen über den Weg läuft und in ihren Mund passt: Insekten, Frösche, kleine Reptilien, Säugetiere und sogar Vögel. Weil die Tiere immer größer werden, leiden sie neuerdings unter Rückenschmerzen.

Feinde besitzen sie keine - und sie sind in Australien nicht einmal heimisch. Sie wurden in den dreißiger Jahren importiert, um Käfer zu bekämpfen. Dumm nur, dass die Schädlinge fliegen konnten, die Kröten hingegen nicht. Aus den Hundert eingeführten Stück ist mittlerweile eine Population aus vielen Millionen Tieren entstanden, die das ökologische Gleichgewicht gefährdet.

Die Riesenkröten sind Überträger verschiedener Krankheiten, das von ihrer Haut abgegebene Gift......

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Forscher melden Entdeckung neuer Amphibien-Arten E-Mail
Gewässerkunde - Amphibien
Geschrieben von: Spiegel online   
Dienstag, den 03. Februar 2009 um 08:37 Uhr

Regenfrosch (Pristimantis genus): Eine von zehn Amphibien-Arten, die Forscher im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Panama entdeckt haben. (Fotoquelle: Spiegel online)Frösche mit durchsichtiger Haut und orangefarbenen Beinen: Wissenschaftler haben im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Panama nach eigen Angaben zehn bisher unbekannte Amphibien-Arten gefunden. Bei ihrer dreiwöchigen Expedition im Regenwald stießen die Forscher auch auf seltene Säugetiere.

Im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Panama haben Wissenschaftler nach eigener Mitteilung zehn neue Amphibien-Arten und dutzende weitere seltene Tiere entdeckt. Unter den bislang unbekannten Amphibien seien drei Glasfrosch-Arten, deren durchscheinende Haut die Organe sichtbar werden lässt, wie Forscher der Umweltorganisation Conservation International und der Ecotropico-Stiftung berichteten.

Außerdem fanden sie in den von Regenwald bedeckten.....

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Menschheit vertilgt bis zu eine Milliarde Frösche E-Mail
Gewässerkunde - Amphibien
Geschrieben von: Spiegel online   
Montag, den 26. Januar 2009 um 08:31 Uhr

Korallenfinger-Laubfrosch: "Ganzjähriger internationaler Markt" (Bildquelle: Spiegel online)Seit etwa 300 Millionen Jahren besiedeln Amphibien die Erde, 5500 Arten sind bekannt. Anfang 2008 warnten Biologen jedoch vor einem massenhaften Froschsterben. Der Chytrid-Pilz stelle eine große Gefahr für die Tiere dar. Jedes Jahr sterben nach Angaben der Tierschutzorganisation Amphibian Ark mindestens zehn Froscharten allein durch den für sie verhängnisvollen Pilz aus. Weltweit gilt ein Drittel aller Amphibien als unmittelbar vom Aussterben bedroht.

Nun haben Wissenschaftler eine weitere, nicht weniger große Gefahr ausgemacht: den Menschen. Weltweit würden pro Jahr mindestens 200 Millionen, womöglich aber sogar eine Milliarde Frösche verspeist, berichten Corey Bradshaw von der University of Adeleide in Australien und seine Kollegen im Fachblatt "Conservation Biology".

"Frösche landen auf den Speiseplänen von Schulkantinen in Europa und auf Esstischen in ganz Asien", sagte Bradshaw. Amphibienarten stünden bereits jetzt wegen der Pilzerkrankung, dem Klimawandel und dem Verlust von Lebensräumen unter großem Druck. "Der große Appetit des Menschen auf ihre Beine hilft da nicht."

Das Forscherteam hat Uno-Statistiken ausgewertet.....

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Wie beim Laubfrosch die beiden Geschlechter entstehen E-Mail
Gewässerkunde - Amphibien
Geschrieben von: Schweizerischer Nationalfonds SNF   
Mittwoch, den 22. Oktober 2008 um 08:29 Uhr

Europäischer Laubfrosch (Hyla arborea) (Foto: Copyright Guillaume Evanno/FNS)Ein Forschungsteam der Universität Lausanne hat herausgefunden, dass der Europäische Laubfrosch (Hyla arborea) ein genetisches System zur Geschlechtsbestimmung besitzt, das sich erst vor zwei oder drei Millionen Jahren entwickelt hat. Die vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie wirft ein neues erstaunliches Licht auf die Theorie der für die Entstehung der beiden Geschlechter verantwortlichen Gene.

Das Sexualleben des Europäischen Laubfrosches (Hyla arborea) ist bei Biologen ein begehrtes Forschungsthema geworden. Ihre Neugierde geweckt haben die genetischen Mechanismen, aufgrund derer beim kleinen grünen Frosch weibliche oder männliche Individuen entstehen. Die sexuelle Differenzierung in ihrer gegenwärtigen Ausprägung ist bei dieser Art nämlich erst vor zwei oder drei Millionen Jahren entstanden - im Zeitmassstab der Evolution also quasi gestern. Noch erstaunlicher: In seinem kürzlich in der Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Society B" veröffentlichten Artikel zeigt Nicolas Perrin, Professor an der Abteilung für Ökologie und Evolution der Universität Lausanne, dass die Analyse der Laubfroschgene der anerkannten Theorie der Entstehung der für die sexuelle Differenzierung verantwortlichen Gene und Chromosome widerspricht.......

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Aga-Kröten dezimieren Krokodile E-Mail
Gewässerkunde - Amphibien
Geschrieben von: Biological Conservation / spektrumdirekt   
Montag, den 04. August 2008 um 09:23 Uhr

Größenvergleich der giftigen Agakröte (Bufo marinus) mit einem Tennisball (Grafik: M. Siedler - Aqua-Globe-Project)Die in Australien eingeschleppten Aga-Kröten (Bufo marinus) fordern weitere Opfer: Wann immer die gefräßigen wie giftigen Lurche an einem Gewässer auftauchen, verschwinden die Australien-Krokodile (Crocodylus johnsoni) zuhauf. Bestandseinbrüche bis zu knapp 80 Prozent wiesen die Forscher um Mike Letnic von der University of Sydney in verschiedenen Regionen Nordaustraliens nach.

Bislang galt ein Tod der Krokodile als eher anekdotischer Natur, der von Rangern oder Touristen berichtet wurde. Sie hatten eine gehäufte Zahl an verendeten Reptilien festgestellt, nachdem die Kröten deren Habitat erreicht hatten. Im Normalfall finden sich nur selten die Körper toter Krokodile. Erste Hinweise gaben den Forschern fehlende Bisswunden durch Artgenossen, was sonst häufiger zum Tod führt. Sobald die Kröten jedoch in neue Lebensräume vordringen, setzt ein Massensterben unter den Echsen ein. Im Schnitt kostet es.....

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Intensive Landwirtschaft fördert Geschlechtsabnormalitäten bei Kröten E-Mail
Gewässerkunde - Amphibien
Geschrieben von: spektrumdirekt   
Montag, den 07. Juli 2008 um 10:15 Uhr

Aga-Kröte (Buffo marinus) (Grafik: Manfred Siedler – Aqua-Globe-Project)Aga-Kröten in intensiv landwirtschaftlich genutzten Regionen weisen mehr Geschlechtsabnormalitäten auf als Artgenossen in verstädterten Gebieten. Dies belegt den fatalen Einfluss von Düngern und Pestiziden auf die Gesundheit von Amphibien und ihre mögliche Rolle für das rapide Sterben von Fröschen und Kröten weltweit.

Krista McCoy vom Smithsonian Tropical Research Institute und ihre Kollegen hatten im Süden Floridas in unterschiedlich stark landwirtschaftlich genutzten und besiedelten Regionen jeweils mindestens 20 Tiere gesammelt. In den ländlichen Bereichen fanden sie weit mehr "zwittrige" Kröten, bei denen sowohl männliche als auch weibliche Fortpflanzungsorgane angelegt waren. Außerdem waren ihre Vorderbeine dünner und mit weniger Daumenschwielen ausgestattet, was das Festhalten der Weibchen während der Paarung erschwert.

Insgesamt waren - so weit das Geschlecht eindeutig festzustellen war - die Männchen.....

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