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Grönlands Fischereiministerium hat angekündigt, dass es die sofortige Jagd auf 9 Buckelwale erlauben wird. Mit dieser Entscheidung verletzt Grönland offiziell die Vorschriften der Internationalen Walfangkommission (IWC) , die klar vorsehen, dass die neue Fangquote für Buckelwale nicht vor Mitte Oktober in Kraft tritt.
Im Juni 2010 erhielt Grönland von der Internationalen Walfangkommission (IWC) die Erlaubnis, 9 Buckelwale pro Jahr zu töten. Laut IWC–Vorschriften darf diese Quote jedoch erst ab Mitte Oktober legal genutzt werden. Grönlands Regierung scheint jedoch den Jägern den Weg für eine frühere Jagd auf die Tiere geebnet zu haben, obwohl sie in einem Brief an die Kommission die Verletzung der IWC-Regularien selbst anerkennt.
Der Grund, weswegen die Jäger früher mit der Jagd beginnen wollen und Grönland in einem Brief an die IWC um Verständnis bittet, ist die Wanderung der Buckelwale in die wärmeren, karibischen Gewässer im Winter, um sich dort fortzupflanzen. „Die Jäger fürchten um ihre Möglichkeit, die Wale noch rechtzeitig erlegen zu können........
Eine solche Katastrophe soll sich nicht wiederholen: Als Reaktion auf die Ölpest im Golf von Mexiko hat US-Präsident Obama eine neue Meerespolitik angekündigt - Bohrvorhaben in der Tiefsee unterliegen jetzt strikten Auflagen.
Washington - Die US-Regierung will mit neuen Gesetzen versuchen, die Umwelt und die Meere zu schützen. Als Reaktion auf die schwere Ölpest im Golf von Mexiko sollen in den USA neue Bohrvorhaben in der Tiefsee nur noch erlaubt werden, wenn strikte Umweltauflagen eingehalten werden.
US-Präsident Barack Obama kündigte am Montag die neue Meerespolitik an. Auch Flachwasserbohrungen sind davon betroffen. Jedem Vorhaben muss demnach ein ökologisches Gutachten vorausgehen. Bis Ende November gilt zudem ein generelles Moratorium für Tiefseebohrungen.
Außerdem werde an der Einrichtung einer unabhängigen Überwachungsbehörde und an noch strengeren Regeln für Ölbohrungen gearbeitet, sagte der Leiter der Behörde für Rohstoffverwaltung (MMS), Michael Bromwich. Dies habe zum Ziel, dass das Land und die Industrie künftig auf Katastrophen mit einem Ausmaß wie der Ölpest im Golf von Mexiko vorbereitet seien, erklärte Bromwich.
Zuvor kam der Rat für Umweltqualität im Weißen Haus zu dem Ergebnis......
Auf den europäischen Färöer-Inseln im Nordatlantik, welche zwischen den schottischen Shetlandinseln und Island auf der Höhe von Norwegen liegen, findet jedes Jahr ein blutiges Abschlachten von bis zu tausend Grindwalen und anderen Delfinarten statt. Die Gründer des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), Jürgen Ortmüller, und der Organisation von ProWal, Andreas Morlok, deckten jetzt bei ihrem Aufenthalt auf der Inselgruppe etliche Skandale des Walschlachtens auf.
Die Färöer-Inseln gehören nicht zur EU, sondern sind dem Reichsverband Dänemark angeschlossen. Sie haben ihre eigene Gesetzgebung und sind weitgehend unabhängig. Dänemark selbst befolgt das internationale Walfangverbot.
Sobald eine Walschule durch Fischerboote, per Helikopter oder durch die Fähren zwischen den 18 Inseln gesichtet wird, verbreitet sich diese Nachricht per SMS, Telefon und Radio wie ein Lauffeuer über die ganze Inselgruppe mit ihren rund 48.000 Einwohnern. Bei den Treibjagden werden neuerdings auch Schnellboote und Jet-Skis eingesetzt, wobei sich die Färinger bei ihrem grausamen Walfang immer noch auf ihre alten Traditionen berufen.
Um die Wale in Panik zu versetzen, benutzen die Fischer..........
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 10. August 2010 um 06:19 Uhr
Der Heißhunger auf Haifischflossensuppe in Asien macht vor den weltweiten Fischbeständen nicht halt. Nun hat das Environmental Justice Institute in Brasilien den Fischexporteur Siglo de Brasil Comercio beschuldigt, für rund 300.000 illegal gefangene Haie verantwortlich zu sein. Damit hat das Unternehmen eine massive Schädigung des marinen Ökosystems verursacht, lautet die Klage.
Die Umweltgruppe fordert 790 Mio. Dollar Schadenersatz für die rund 300.000 Raubfische, die seit 2009 verkauft wurden. "Da wir den Wert für das Leben nicht bestimmen können, haben wir den Schaden auf das gesamte Ökosystem hochgerechnet", so Cristiano Pacheco, Direktor der Umweltgruppe. Die Umweltgruppe wirft dem Fischgroßhändler vor, keine ausreichende Dokumentation über die an Land gebrachten Haifischflossen zu besitzen.
"In Brasilien muss das Verhältnis der Haifischflossen zu den Karkassen fünf zu 95 Prozent betragen. Ansonsten ist es ein Verstoß gegen das dortige Gesetz", erklärt Sarah Fowler von der Shark Spezialist Group der Internationalen Naturschutzunion IUCN. Shark-Finning ist ein brutales Geschäft, denn den Tieren werden die Flossen bei lebendigem Leib abgeschnitten, ehe sie ins Meer geworfen werden, wo sie qualvoll verenden........
Mit erschütternden Bildern hat der Film „The Cove“ („Die Bucht“) die skrupellose Jagd auf Delphine und das blutige Massaker dokumentiert, das japanische Fischer alljährlich im Dorf Taiji veranstalten. Der Film wurde mit dem „Oscar“ für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Doch während die Welt empört und erschüttert nach Japan schaut, spielt sich im europäischen Nordatlantik – von der Öffentlichkeit weit gehend unbeachtet – eine Tragödie ab, die durchaus mit dem japanischen Blutbad vergleichbar ist. Rund um die Färöer-Inseln fallen Wale und Delphine einer ebenso grausamen wie sinnlosen Tradition zum Opfer.
Bis Ende Juli wurden in diesem Jahr 674 getötete Grindwale und 21 getötete Rundkopf-Delphine registriert; damit ist die Zahl der Wal-Opfer so stark gestiegen, dass dreizehn namhafte Umwelt- und Tierschutzorganisationen Alarm schlagen: „Allein in den letzten beiden Monaten wurden doppelt so viele Meeressäuger abgeschlachtet wie im ganzen Jahr 2009“, rechnet Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare, vor (siehe auch Interview). „Und dies, obwohl längst bekannt ist, dass der Verzehr des mit Schadstoffen massiv belasteten Walfleischs zu ernsthaften gesundheitlichen Schädigungen führt.“
Von April bis Juli suchen die Grindwale die kühleren Gewässer rund um die Färöer-Inseln auf; hier gebären die weiblichen Tiere ihre Jungen und richten „Kinderstuben“ ein. Dass Wale während der Aufzucht von Jungtieren nicht verfolgt werden, ist ein selbstverständlicher....
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 04. August 2010 um 08:03 Uhr
Greenpeace Indien geht mit einem Computerspiel kreative Wege, um auf die Gefahren des Dhamra Hafens aufmerksam zu machen. Der Spieler muss seine Schildkröte (engl. Turtle) zu möglichst viel Fressen führen und dabei den
"Tata-Dämonen" aus dem Weg gehen. In der Realität stehen die Chancen der Meeresschildkröten nicht so gut: Der riesige Dhamra Hafen, den Tata Steel zusammen mit L&T entwickelt, ist keine fünf Kilometer von ihren Nistplätzen entfernt. Der Schiffsverkehr wird die vom aussterben bedrohte Art zusätzlich belasten. Tata hat nun beim Obersten Gerichtshof in Neu Delhi eine Klage gegen Greenpeace eingereicht. Turtle vs. Tata schädige das Ansehen des Konzerns.
"Diese Klage ist ein verzweifelter Versuch, die wachsende Kritik an dem Projekt zu ersticken und die Aufmerksamkeit von dem eigentlichen Problem abzulenken. Denn das ist die bedrohte Artenvielfalt", sagt Ashish Fernandes, Meeres-Expertin von Greenpeace Indien. 1990 begann der Mischkonzern Tata mit der Planung für den Hafen in Dhamra an der Ostküste Indiens. In ein paar Wochen soll er in Betrieb genommen werden. Von Anfang an waren Umweltschützer und Wissenschaftler......
Etwa die Hälfte aller europäischen und US-amerikanischen Konsumenten lehnt Produkte von Unternehmen ab, die den Artenschutz ignorieren. Nach dem aktuellen Report "The Economics of Ecosystems and Biodiversity" (TEEB) können Unternehmen daher eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Verlust der Artenvielfalt spielen.
Doch auch seitens der führenden Wirtschaftsbosse gibt es klare Ansagen. Einer Umfrage des weltweit agierenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) zufolge ist in manchen Regionen mehr als die Hälfte der CEOs der Meinung, dass der Artenverlust große Nachteile für die Wachstumschancen der Unternehmen darstellt. "Mit der Veröffentlichung des Reports heute, Dienstag, in London, wird sich die Prozentzahl noch weiter erhöhen", so Kristina Jahn, PwC-Expertin für das Thema Biodiversität.
Biodiversitätsverlust tut sofort weh "Bei einer Umfrage unter CEOs im Vorfeld des Wirtschaftsgipfels in Davos im Januar 2010 schätzten 27 Prozent der 1.200 befragten Unternehmenslenker den Rückgang der Artenvielfalt als Risiko für das.......
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. Juli 2010 um 06:22 Uhr
Die Schweizer Meeresschutzorganisation OceanCare hatte mit Sigrid Lüber und Ingrid Overgard zwei Vertreterinnen am ICP Meeting von UNCLOS (UNO Seerechtsabkommens), das vom 21. Bis 25. Juni 2010 in New York tagte.
Die Konferenz fokussierte auf Möglichkeiten der Kompetenzerweiterung in Meereswissenschaften bei Entwicklungsländern und kleinen Inselstaaten.
OceanCare vertrat am ICP Meeting auch die International Ocean Noise Coalition und thematisierte die Notwendigkeit der Kompetenzerweiterung bezüglich Unterwasserlärmverschmutzung und dessen Einfluss auf Meereslebewesen.
Schall ist für viele Meeresbewohner der wichtigste Sinnesreiz. Unter der Wasseroberfläche nimmt die Sicht rapide ab und verliert sich in der Tiefe ganz. Die meisten Meerestiere sind für Fortpflanzung, Nahrungsbeschaffung, Flucht vor Raubtieren und zur Orientierung unter Wasser deshalb auf Schall angewiesen. Unter Wasser breiten sich Schallwellen viel schneller aus, als an Land. Je nach Frequenz sind sie über hunderte, ja sogar tausende von Kilometern zu hören. Leider gilt das auch für den Lärm. Lärm kennt keine Grenzen, auch vor Schutzgebieten macht er nicht halt. Nicht nur die aktive akustische Orientierung wird durch den Lärm erschwert, auch das für Meerestiere überlebenswichtige passive Orten von Umweltreizen wird durch den höheren Hintergrundpegel zunehmend maskiert. Daraus resultiert eine verzerrte Wahrnehmung, die für die Bewohner der Meere unkalkulierbare Folgen hat.
Fische haben sehr empfindliche Hörorgane – äußere Trommelfelle und zur Wahrnehmung von Schwingungen niedriger Frequenzen die Seitenlinien – und können somit auch Gehörschäden erleiden. Wenn sie dem Lärm zu entfliehen versuchen.........
Geschrieben von: Rettet den Hai e.V. / Aqua-Globe Magazine
Montag, den 05. Juli 2010 um 07:26 Uhr
Hawaii kommt auf den Hai: Als erster US-Bundesstaat verbietet das Inselparadies ab Juli 2011 den Verkauf und Besitz von Haiflossen. Darüber hinaus wird Restaurants untersagt, Haifischflossensuppe zu servieren. Bei Zuwiderhandlungen drohen Geldstrafen von bis zu 50.000 US Dollar sowie eine Gefängnisstrafe von einem Jahr.
Vorreiter Palau Hawaii folgt dem Beispiel Palaus. Als erstes Land etablierte der Südseestaat 2009 eine offizielle Schutzzone für Haie. Auf einer Fläche von rund 620.000 Quadratkilometern – dies entspricht etwa der Größe der Ukraine – dürfen keine Haie gefangen werden. Mehr als 100 Haiarten sind ganzjährig oder zeitweise in den Gewässern rund um Palau anzutreffen.
Schutzgebiete Mangelware Weitere Schutzgebiete für Haie sind jedoch die Ausnahme. Lediglich die Fidschi-Inseln sowie die Malediven haben ebenfalls eine Schutzzone für Haie eingerichtet. In der Beqa Lagune vor Fidschi herrscht ein absolutes Angelverbot und nur wenige Taucher dürfen sich.......
Am letzten Tag der in Marokko tagenden Internationalen Walfangkommission (IWC) stimmten die Regierungen einem Wal-Tausch im Rahmen Grönlands sogenanntem "Indigenen Subsistenz-Walfang" zu.
Grönland beantragte ursprünglich eine Erhöhung seiner Fangquoten um jährlich 10 Buckelwale. Identische Anträge scheiterten bereits in den vergangenen Jahren.
Grönland argumentierte stets damit, mehr Walfleisch für seine indigene Bevölkerung zu benötigen. Dieses Jahr jedoch stimmte Grönland einem "Kuh-Handel" zu und akzeptierte niedrigere Quoten für Finn- und Zwergwale im Tausch für die begehrten Buckelwale. Dadurch verringerte sich jedoch die verfügbare Fleischmenge. Die 22 Zwerg- und 9 Finnwale, auf die Grönland nun verzichtet, ergeben wesentlich mehr Fleisch als die 9 zusätzlichen Buckelwale.
Die WDCS argumentierte stets, dass eine Erhöhung der Fangquoten nicht zulässig ist, da nach wie vor in Grönland eine Menge Walfleisch in Supermärkten und Restaurants teuer vermarktet wird. Dies ist unter der Kategorie des indigenen Walfangs nicht zulässig.
Die WDCS hatte soeben die Ergebnisse einer Undercover-Recherche.........