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Meerespolitik - Archiv 2009


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Politik und Tourismus - Politik-Archiv09
Dienstag, den 17. November 2009 um 10:41 Uhr
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 18:21 Uhr
 
Deutschland genehmigt Ostseepipeline E-Mail
Politik und Tourismus - Politik-Archiv09
Dienstag, den 22. Dezember 2009 um 09:24 Uhr

 Die deutschen Behörden übergeben heute die Genehmigungen für den deutschen Abschnitt einer Gaspipeline durch die Ostsee an die Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern. Der WWF fordert vom Betreiber Nord Stream eine volle Kompensation der entstehenden Umweltschäden und wird die Genehmigungsbescheide rechtlich prüfen lassen. Für den deutschen Küstenbereich sind Ausgleichsmaßnahmen bislang nur für etwa 40% der Eingriffe in die Meeresumwelt vorgesehen. Durch Baggerungen für die Trasse der Gaspipeline am Meeresboden und Freisetzung großer Mengen Stickstoff und Phosphor drohen massive Schäden im Ökosystem der Ostsee.  

„Der WWF kann der Pipeline nur zustimmen, wenn in der Summe die Bilanz von Eingriffen und Kompensation ostseeweit gleich Null ist. Die Ausgleichsmaßnahmen müssen der geschunden Ostsee direkt zugute kommen“ sagt Jochen Lamp, Leiter des WWF Ostseebüros. Der WWF wird daher die Genehmigungsbescheide durch seine Fachjuristen prüfen lassen, bevor sie rechtskräftig werden.  

Die geplante Trasse durchschneidet mehrere EU-Naturschutzgebiete.........

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Norwegen: Niedrigster Fangzahl folgt höchste Quote seit 15 Jahren E-Mail
Politik und Tourismus - Politik-Archiv09
Dienstag, den 08. Dezember 2009 um 09:49 Uhr

Norway: Whale Killer (Graifk: M. Siedler – Aqua-Globe Magazine)Die norwegische Fischereiministerin Lisbeth Berg Hansen gab auf einem Treffen der Norwegischen Zwergwalfänger Vereinigung in Svolvae, Norwegen, die selbst auferlegte Walfangquote für die kommende Walfangsaison bekannt. Im Jahr 2010 sollen 1286 Zwergwale getötet werden dürfen. Das sind 401 Tiere mehr als in der letzten Fangsaison und die höchste selbst auferlegte Fangquote seit Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs durch Norwegen. Von den 885 im Jahr 2009 zum Abschuss freigegebenen Zwergwalen wurden lediglich 484 angelandet. Die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS beurteilt Norwegens Schritt als weitere Provokation und fordert von der Deutschen Bundesregierung eine deutliche Reaktion.

Während Norwegen weder das international gültige kommerzielle Walfangverbot, noch das internationale Handelsverbot mit Walprodukten anerkennt, ignoriert es auch die Gesetze des eigenen Marktes. In den vergangenen Jahren haben norwegische Walfänger niemals die selbst auferlegte Fangquote angelandet, auch hat der Handel meist nach wenigen Wochen eine Unterbrechung der Jagd gefordert, da das Walfleisch nicht abgesetzt werden konnte. Zudem wird ein Großteil .....

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Greenpeace wegen sieben Steinen vor Gericht E-Mail
Politik und Tourismus - Politik-Archiv09
Donnerstag, den 03. Dezember 2009 um 07:12 Uhr

Das Sylter Außenriff vor und nach der Greenpeace-Steine-Aktion. Aus einer toten Meereswüste die nur dem Sand- und Kiesabbau diente hat die Greenpeace-Steine-Aktion das Sylter Außenriff wieder in eine Welt voller Leben verwandelt. Deshalb klagen die Bosse von Deme-Mineralien nun auf Schadensersatz weil er Abbau von Sand und Kies dadurch erschwert wird, obwohl sie derzeit gar keine Abbaugenehmigung haben. Das Motto dieser Leute lautet offensichtlich: „Scheiß auf Umwelt, Hauptsache „Kasse machen“! (Grafik und Kommentar: Manfred Siedler – Aqua-Globe Magazine )Sitzung geschlossen - Prozess vertagt. Die Richter am Hamburger Landgericht werden erst im Februar 2010 die Schadensersatzforderung der Sand- und Kiesabbaufirma OAM-Deme-Materialien an Greenpeace verhandeln. Aktivisten hatten im Sommer 2008 große Natursteine im Sylter Außenriff versenkt, um den seit 2004 gesetzlich zugesicherten Schutz dort durchzusetzen. Dennoch wird in dem Gebiet Grundschleppnetzfischerei betrieben und der Meeresboden zerstört. Erst durch den Einsatz der Aktivisten wurde ein Teil des Gebiets wirkungsvoll geschützt. Insgesamt wurden 320 Steine versenkt, von denen sieben in einen Bereich fielen, der von der Firma als Abbaugebiet für Sand und Kies beansprucht wird.

"Nicht der Umweltschutz, sondern die Zerstörer des Schutzgebietes gehören vor Gericht", sagt Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack. „Das Unternehmen OAM-Deme-Materialien schädigt mit seinem Sand- und Kiesabbau massiv das Meeresökosystem. Bei dem Abbau werden täglich im gesamten Sylter Außenriff Millionen Meeresorganismen getötet. Obwohl seit Sommer 2007 kein Sand und Kies in dem einen besagten Gebiet gefördert wurde und die Verlängerung der entsprechenden Erlaubnis bis heute nicht erfolgt ist, klagt die Firma jetzt auf Schadensersatz......

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10 Jahre deutsch-russische Klima- und Meeresforschung im Polarmeer E-Mail
Politik und Tourismus - Politik-Archiv09
Freitag, den 27. November 2009 um 06:39 Uhr

Russisch-Deutsches Bohrcamp. Luftaufnahme des Bohrlagers auf dem Eis des zugefrorenen Laptevsee im Frühling 2005 (Foto: Volker Rachold, Alfred-Wegener-Institut)Die Regionen der Arktis sind für das Weltklima und für die Ökologie der Ozeane von entscheidender Bedeutung. Ihre Erforschung ist wichtig, um vergangene Klimasysteme rekonstruieren und zukünftige Klimaentwicklungen vorhersagen zu können. Deutsche und russische Wissenschaftler arbeiten dabei eng zusammen. Seit genau zehn Jahren hat diese Kooperation einen festen institutionellen Rahmen: Das Otto-Schmidt-Labor in St. Petersburg. Während der heutigen Jubiläumsfeier (25.11.2009) erhalten Wissenschaftler aus Kiel und Bremerhaven sowie Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hohe russische Auszeichnungen.

Acht Monate im Jahr meterdicke Eisbedeckung, schwere Stürme, Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt: Das ist die ostsibirische Laptev-See. Doch so kalt und abweisend die Region auf den ersten Blick erscheint, die Klimaerwärmung ist auch dort zu spüren – sogar deutlicher als an anderen Orten der Erde.....

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Neue japanische Regierung soll Verkauf von giftigem Wal- und Delfinfleisch verbieten E-Mail
Politik und Tourismus - Politik-Archiv09
Mittwoch, den 25. November 2009 um 08:21 Uhr

Im Walfleisch versteckt lauert der Tod durch Quecksilber und PCBs – aber die japanische Regierung lässt ihre Bürger darüber im Unklaren und propagiert das Fleisch noch als gesunde Ernährung (Fotomontage: © 2009 M. Siedler – Aqua-Globe Magazine)Eine internationale Allianz aus 49 Verbraucherschutz- und Umweltverbänden sowie Wissenschaftlern hat heute die neue japanische Regierung aufgefordert, die Jagd auf Kleinwale und Delfine sofort zu beenden. Darüber hinaus fordern die Verbände, den Verkauf des mit Quecksilber und anderen Giftstoffen stark belasteten Fleisches zu verbieten. Zu den Unterzeichnern des von Pro Wildlife mit-initiierten Briefes gehört auch die größte Verbraucherschutzorganisation Japans, die „Consumers Union of Japan“.

Japan erlaubt in seinen Küstengewässern den Fang von jährlich etwa 20.000 Zahnwalen, darunter verschiedene Delfinarten, Schweinswale und Baird-Schnabelwale. Das Fleisch dieser Tiere wird im ganzen Land verkauft. Weil sie am Ende der marinen Nahrungskette stehen, sind diese Tiere hochgradig mit Quecksilber, polychlorierten Biphenylen (PCBs) und anderen giftigen Substanzen kontaminiert.

Der mehrfach preisgekrönte Film Die Bucht hat in diesem Herbst die grausame Delfinjagd im japanischen Fischerort Taiji enthüllt – auch japanische Medien berichteten darüber. Die Berichte konzentrierten sich meist ausschließlich auf die Grausamkeit der Jagd. Die Quecksilberbelastung von Delfinfleisch blieb unerwähnt. „Seit Jahrzehnten warnen Wissenschaftler......

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Japanische Walfangflotte erneut ausgelaufen E-Mail
Politik und Tourismus - Politik-Archiv09
Montag, den 23. November 2009 um 10:32 Uhr

Die japanischen Wal-Schlächter sind wieder auf dem Weg in die Antarktis um ihr sinnloses Morden erneut zu beginnen (Grafik: © 2009 Manfred Siedler – Aqua-Globe Magazine)Japan jagt wieder Wale. Die Fangflotte ist am Donnerstag in Richtung Antarktis ausgelaufen. Greenpeace-Aktivisten hatten zuvor im Hafen Protestbanner entrollt. Sie forderten Japans neuen Premierminister Yukio Hatoyama auf, sich für ein Ende des Walfangs einzusetzen. Hatoyama hatte vor der Wahl versprochen, die Verschwendung von Steuergeldern zu bekämpfen. Der angeblich wissenschaftliche Walfang wird aus Steuergeldern finanziert.

„"Die neue japanische Regierung hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Das ist peinlich, denn wer ein Lippenbekenntnis gegen die Verschwendung von Steuergeldern und für das Aufbrechen ultranationaler Seilschaften abgibt, kommt am Walfang nicht vorbei"“, erklärte Meeresbiologe Thilo Maack von Greenpeace.

Japan nutzt eine Lücke im 1986 verhängten Walfangmoratorium, um zu wissenschaftlichen Zwecken Wale zu töten. Walschützer sind sich weltweit einig, dass die angeblichen Forschungszwecke nur vorgeschoben sind, um den illegalen kommerziellen Charakter der Jagd zu verschleiern.....

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Erstes Hochsee-Meeresschutzgebiet im Bereich der Antarktis E-Mail
Politik und Tourismus - Politik-Archiv09
Mittwoch, den 18. November 2009 um 07:55 Uhr

Südliches Falkland-MeeresschutzgebietDas erste Hochsee-Meeresschutzgebiet im Bereich der Antarktis wurde in einem Gebiet südlich der Falkland Inseln erklärt. Der Antrag wurde von der britischen Delegation beim Treffen der Kommission zum Übereinkommen über die Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR) letzte Woche in Tasmanien erfolgreich vorgebracht. Das Südliche Falkland Meeresschutzgebiet liegt im nördlichen Weddellmeer, östlich von der Spitze von Antarctic Peninsula - einer der wichtigsten Orte zur Ernährung von Buckelwalen.

Mit einer Größe von etwa 94.000 Quadratkilometern hat der Schutzmantel des Südlichen Orkney Schutzgebiets eine beachtliche Größe. Laut Angaben von Louisa Wood vom IUCN Global Marine Programme, wuchs die globale Masse an geschützten Gewässern mit dieser Bekanntgabe über Nacht um 4%. Nun beträgt diese weltweite Masse an geschützten Gewässern 0.92% der Weltmeere - das liegt immer noch weit hinter den geschützten Gebieten auf dem Land, die nach Abschätzungen mittlerweile 12% der Erdoberfläche betragen.

Das Schutzgebiet tritt offiziell......

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Handelsverbot ist letzte Rettung für den Roten Tunfisch E-Mail
Politik und Tourismus - Politik-Archiv09
Dienstag, den 17. November 2009 um 08:07 Uhr

Die Art des Roten Thunfisches steht kurz vor dem Zusammenbruch. Trotzdem kann sich die Politik nicht zu effektiven Schutzmaßnahmen durchringen, weil auch hier leider nur an den kurzfristigen Profit gedacht wird und nicht an die langfristige, artgerechte Nutzung der Fischbestände (Grafik: © 2009 Manfred Siedler – Aqua-Globe Magazine)Als einzige Enttäuschung bewertet der WWF den Ausgang der einwöchigen Sitzung der Kommission zum Schutz des Atlantischen Tunfischs (ICCAT) in Recife, Brasilien. Die Teilnehmer gingen auseinander, ohne die notwendigen Maßnahmen zum Schutz des stark bedrohten Roten Tunfisch zu verabschieden. Die Fangquote für das kommende Jahr wurde für das Mittelmeer auf 13.500 Tonnen festgelegt. Das sind rund 6.000 Tonnen weniger als im aktuellen Fangjahr, aber noch immer viel zu viel, um diesen Bestand zu stützen. Der WWF sieht deswegen ein Handelsverbot als letzten Rettungsanker für den Roten Tunfisch. Ein solches soll im März diskutiert werden. 


“Das Ergebnis der Sitzung ist völlig inakzeptabel”, so Karoline Schacht, Fischereiexpertin beim WWF Deutschland. „Die verabschiedete Fangmenge entspricht politischer Willkür und hält keiner wissenschaftlichen Prüfung stand. Wir halten deswegen ein totales Handelsverbot mehr denn je für unverzichtbar.“

  
Eine am Rande des Treffens in Recife vorgelegte Studie war zu dem Ergebnis gekommen......

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Naturschutz zahlt sich in klingender Münze aus E-Mail
Politik und Tourismus - Politik-Archiv09
Montag, den 16. November 2009 um 07:32 Uhr
Die Reparatur der Schäden an der Natur wird Abermilliarden kosten. Wesentlich günstiger und gewinnbringender ist der Schutz unserer Umwelt. Zudem bringt er auch noch Arbeitsplätze, sichert die Ernährung der Menschheit in der Zukunft und zahlt sich auch wirtschaftlich in klingender Münze aus. (Fotomontage: Manfred Siedler – Aqua-Globe Magazine)Die Zerstörung der Natur und das Artensterben sind nicht nur ein ökologisches Drama, sondern auch ein ökonomisches. Wissenschaftler und Wirtschaftsexperten haben nun einen Report erarbeitet, in dem sie die drängendsten Probleme nennen - und zeigen, wie sich Umweltschutz auch wirtschaftlich lohnt.

Im Naturschutz vollzieht sich seit einiger Zeit ein Paradigmenwechsel: Man will weg vom Jutetaschen-Image. Womöglich auch aus der Erkenntnis heraus, dass die vorgeblichen und tatsächlichen Entscheider von heute - Politik und Wirtschaft - nur noch eine Sprache verstehen: und zwar die des Geldes. Vor ökologischen Desastern zu warnen, hat bisher nur bescheidene Erfolge gebracht. Also zeigt man die ökonomische Komponente des Problems auf.

Deswegen gehen Umweltschützer verstärkt dazu über, die natürlichen Ressourcen der Welt mit einem Preisetikett zu versehen. So erkennt man, wie teuer es ist, wenn sie zerstört werden. Und man kann errechnen, dass es billiger ist, sie zu erhalten anstatt sie mühsam wieder aufzubauen - sofern das überhaupt noch möglich ist. Denn nicht nur beim Klimawandel sieht sich die Welt einer drohenden ökologischen und ökonomischen Katastrophe ausgesetzt. Auch kaputte Ökosysteme und Artensterben verursachen hohe Kosten. Jedes Jahr wird......

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